Ergotherapie Kempten

Ergotherapie bei Demenz

01/2016

Im August 2015 wurde die Leitlinie zum Thema Demenz von Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN), der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN)  in Zusammenarbeit mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. – Selbsthilfe Demenz, revidiert. 

Die neu definierte betätigungsorientierte Ergotherapie unterstützt demnach die Klienten mit einer leichtgradigen bis mittelschweren Demenz in ihrem Alltag, indem sie beim Erlernen von Kompensationstechniken mitwirkt. Ergotherapie wirkt sich ebenfalls positiv auf die Belastung von pflegenden Angehörigen aus. Die Einbindung und Edukation von Angehörigen im Behandlungskonzept ist also von essenzieller Bedeutung. Eine niederländische Studie zeiget zudem eine positive Auswirkung auf die Verhaltenssymptome der Demenzerkrankten auf.

Im Rahmen eines systematischen Review der "American Occupational Therapy Association" bezüglich der Intervention im Bereich des Alltags, wurden die Wichtigkeit der Individualisierung der Therapie, eindeutige, kurze Handlungshinweise, Umweltanpassung durch bedürfnissorientiere Modifikation der Hilfen, sowie Schulung von Angehörigen als Leitgedanke definiert.  

Fazit

Es gibt Evidenz, dass ergotherapeutische, individuell angepasste Maßnahmen bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Demenz unter Einbeziehung der Bezugspersonen zum Erhalt der Alltagsfunktionen beitragen. Der Einsatz sollte  angeboten werden. 
Empfehlungsgrad B, Evidenzebene Ib, Leitlinienadaptation NICE-SCIE 2007" [Dutschl, Maier, S-Leitlinie "Demenzen", S.89]

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