Ergotherapie Kempten

Was ist Ergotherapie?

Ergotherapie unterstützt und begleitet Menschen jeden Alters, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt oder von Einschränkung bedroht sind. Ziel ist es, sie bei der Durchführung für sie bedeutungsvollen Betätigungen in den Bereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit in ihrer persönlichen Umwelt zu stärken.

Hierbei dienen spezifische Aktivitäten, Umweltanpassung und Beratung dazu, dem Menschen Handlungsfähigkeit im Alltag, gesellschaftliche Teilhabe und eine Verbesserung seiner Lebensqualität zu ermöglichen.

Deutscher Verband der Ergotherapeuten 08/2007

Kennzeichen unseres klientenzentrierten Praxiskonzeptes ...

ist die Partnerschaft zwischen Klient und Therapeut. Ihre Ziele als Klient haben dabei für uns die höchste Priorität. Es handelt sich hier dabei um eine Grundhaltung und nicht um eine Methode (Humanistischer Ansatz von C. Rogers).

Wir begleiten Sie ...

mit Wertschätzung, Empathie und Transparenz. Unser Verständnis von Ergotherapie ist evidenzbasiert, klientenzentriert und betätigungsorientiert.

Die Notwendigkeit der Ergotherapie ergibt sich nicht nur aus einer Diagnose allein, sondern immer nur in Verbindung mit der sogenannten Leitsymptomatik, also einer entsprechenden Beeinträchtigung der Aktivitäten (Fähigkeitsstörungen). Das kann z.B. bei Kindern eine Entwicklungsstörung mit Einschränkung der Selbstversorgung und Alltagsbewältigung sein, bei Erwachsenen z.B. ein Schlaganfall mit Einschränkung in der Beweglichkeit, Geschicklichkeit.
HMR 2011

Unser Leistungsangebot

Folgende ergotherapeutische Leistungen werden als Einzel-, Gruppentherapie oder als Hausbesuch in unserer Praxis angeboten:

  • Sensomotorisch-perzeptive Behandlung
  • Motorisch-Funktionelle Behandlung
  • Psychisch-funktionelle Behandlung
  • Hirnleistungstraining / Neuropsychologisch orientierte Behandlung
  • Belastungserprobung
  • Thermische Anwendung
  • Beratung zur Integration in das häußliche und soziale Umfeld

Ergotherapeutische Behandlung von Kindern & Jugendlichen

  • Leitbild & Zielsetzung
    +

    Liebe Eltern,

    mein Team und ich begleiten Sie und unterstützen Ihr Kind im schulischen und häuslichen Umfeld. Für die bestmögliche Umsetzung der Therapieziele teilen sich unsere Arbeitsfelder in drei Bereiche:

    • Förderung der verlorengegangenen oder eingeschränkten motorischen, sensorischen, psychischen, kognitiven Fähigkeiten und Funktionen Ihres Kindes.
    • Anleitung und Elternarbeit zur Selbsthilfe durch Vermittlung unserer Methoden.
    • Umfeldanpassung durch Einbezug und Arbeit mit  anderen Bezugs- und Fachpersonen (z.B. Erzieher, Lehrer, Therapeuten)

    Unser übergeordnetes Ziel ist immer, die größtmögliche Handlungskompetenz und Selbständigkeit des Kindes zu stärken.

  • Klienten
    +

    Wir behandeln Kinder vom Säuglings- bis zum Jugend­alter, die in ihrer Selbst­ständig­keit und Handlungs­kompe­tenz eingeschränkt und von Behinderung bedroht oder betroffen sind, z.B. durch Entwicklungs­störungen, Wahrnehmungs- und Verhaltens­störungen, Konzentrations­probleme, fein- und grobmotorische Schwierig­keiten, Störungen in der Sozial­entwicklung und der Kommunikations­fähigkeit, Beein­träch­tigung der kog­nitiven Ent­wicklung, ADHS, Bindungs-und emotionale Störungen, Teil­leistungsschwächen.

  • Konzepte & Behandlungsansätze
    +
    • Wahrnehmungstraining
    • Sensorische Integrationstherapie
    • Schreibtraining u.a. nach Marquardt & Mai
    • Training für adaptierte  Schriftarten
    • Spezielle Berücksichtigung bei Linkshändigkeit oder beim wechselhändigen Handgebrauch. Bestimmung und Festigung der Handdominanz.
    • Verhaltenstraining IAP, KVT
    • Aufmerksamkeitstraining, Interaktionstraining IAP
    • Sozialkompetenztraining für Gruppen
    • Elemente aus Bobath und Affolter
    • Facio-Orale-Therapie
    • Training der Feinfühligkeit für Eltern bei Bindungsproblematik
    • Elternberatung
    • Umfeld-Anpassung im Sinne der Inklusion
    • Hausbesuche
    • Berichte nach ICF (WHO)

Ergotherapeutische Behandlung von Erwachsenen

  • Leitbild & Zielsetzung
    +

    Liebe Klienten,

    mein Team und ich begleiten Sie im  häuslichen und beruflichen Alltag. Für die bestmögliche Umsetzung der Therapieziele teilen sich unsere Arbeitsfelder in drei Bereiche auf:

    • Förderung der verlorengegangenden oder eingeschränkten motorischen, sensorischen, psychischen, kognitiven Fähigkeiten und Funktionen.
    • Anleitung für Sie und Ihrer Angehöriger zur Selbsthilfe durch Vermittlung unserer Methoden.
    • Umfeldanpassung durch Einbezug und Arbeit mit  Angehörigen und Fachpersonen wie Ärzte, Therapeuten und Pflege.

    Unser übergeordnetes Ziel ist immer, die Stärkung Ihrer größtmöglichen Handlungskompetenz und Selbständigkeit.

  • Neurologie
    +

    Bei Klienten mit Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Z. B. Schlaganfall, Schädel-Hirn-Verletzungen, Tumore, Querschnittlähmungen, Multiple Sklerose, Morbus, Parkinson, Demenz, Morbus Alzheimer, Multimorbidität.

    Therapeutische Maßnahmen

    Anbahnung normaler Bewegung, Wahrnehmungstraining, sensorische Integration,  Einhändertraining, ADL-Training (Aktivitäten des täglichen Lebens), therapeutisches Führen nach AFFOLTER, Fazio-Orale-Therapie, Neuropsychologisches-  und Hirnleistungstraining mit und ohne von Unterstütung neuer Medien,   handwerkliche Techniken, sensomotorische Behandlung, BOBATH, psychosoziale Begleitung/ Angehörigenberatung, Hilfsmittelversorgung, Wohnraumanpassung, Hausbesuche, Berichte nach ICF (WHO).

  • Orthopädie / Handtherapie
    +

    Bei Klienten aus den Bereichen Orthopädie, Traumatologie und Rheumatologie. U.a. angeborene Fehlbildungen des Rumpfes, der Arme und Hände, Abnutzungserscheinungen und Erkrankungen der Wirbelsäule und andere großen Gelenke, entzündliche und degenerative Gelenkserkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis, Verletzungen der Knochen, Muskeln und Sehnen und der Nerven, Amputationen, Lähmungen von Nerven vor allem der Arme und des Rumpfes, Tumoren der Knochen, Muskeln und Nerven.

    Therapeutische Maßnahmen

    Funktionelles Training zur Steigerung der Beweglichkeit, Muskelkraft, Ausdauer, Belastbarkeit und Sensibilität, Hilfsmitteltraining, Training von Alltagsaktivitäten im Hinblick auf die persönliche, häusliche und berufliche Selbständigkeit, Narbenbehandlung, Prothesentraining, Abhärtung von Amputationsstümpfen, Beratung und Training zum Gelenkschutz, Beratung bezgl. ereigneter Hilfsmittel und Änderungen im häuslichen und beruflichen Umfeld ggf. Herstellung und Anpassung von Hilfsmitteln, Hausbesuche, Berichte nach ICF (WHO).

  • Rheumatologie
    +
    • Aufbau der Arm- und Handfunktion 
    • Verbesserung der Selbstständigkeit im Alltag 
    • Verbesserung des Informationsstandes über die Krankheit 
    • Anleitung zum gelenkschonendem Verhalten
    • Gelenkstabilisierung 
    • Unterstützung in der beruflichen und sozialen Integration
    • Psychosoziale Beratung und Betreuung
    • Hilfsmittelversorgung
    • Gelenkschutzberatung 
    • Anleitung zu achsengerechtem Arbeiten 
    • Haltungsschulung 
    • Erlernen von achsengerechten Arbeiten im Rahmen eines Haushaltstrainings mit dem Einsatz von Hilfsmitteln und im Rahmen einer handwerklichen Betätigung
    • Hausbesuche, Berichte nach ICF (WHO)
  • Psychiatrie
    +

    Bei Klienten mit psychischen, neurotischen und psychosomatischen Störungen sowie mit Suchterkrankungen. Z.B., neurotische Störungen, Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen, Depressionen, Schizophrenien, schizotype und wahnhafte Störungen, Essstörungen, affektive Störungen, dementielle Syndrome, hirnorganische Psycho­­syn­drom, Störungen bei Alkohol-, Drogen- Medikamenten- und Spielsucht.

    Therapeutische Maßnahmen

    Training der Selbständigkeit im Alltag, Entwickeln interaktiver Fähigkeiten (IAP), Training von Antrieb, Motivation und Belastbarkeit, Förderung der Eigen-und Fremdwahrnehmung , Förderung des Realitätsbezuges, Verhaltenstraining (IAP), soziales Kompetenz­training, handwerklich-kreative Methoden, Entspannung, Arbeit mit Angehörigen (C. ROGERS), Hausbesuche, Berichte nach ICF (WHO).

    Bedingungslose positive Zuwendung: Die seelische Hilfe gelingt dann am ehesten, wenn der Helfer diese Haltung bringt.
    Carl Ransom Rogers

  • Geriatrie
    +

    Hausbesuche in der Senioreneinrichtung oder als Hausbesuch bei Klienten mit Altersbeschwerden, Erkrankungen des zentralen Nervensystems wie Morbus Parkinson, Demenz, Morbus Alzheimer, Multimorbidität.

    • Training für mehr Selbständigkeit im Alltag
    • Kraft- und Gleichgewichtstraining im Alltag
    • Funktionelle Therapie zur Verbesserung der Beweglichkeit, Kraft, Balance,  Ausdauer und  Koordination
    • Übung der Bett-Mobilität (Dekubitusprophylaxe)
    • Transfer
    • Selbsthilfetraining
    • Sturzprophylaxe
    • Üben des Hilfsmittelgebrauchs in der Körperpflege
    • Anzieh- und Esstraining
    • Belastbarkeitstraining im Alltag
    • Umgang mit Hilfsmitteln zu Fortbewegung im Alltag
    • Schallwellenanwendung z.B. bei schmerzhafter Schulter, bei Handrehabilitation, bei Narbenversorgung
    • Hilfsmittelabklärung und Beratung
    • Training der Fein- und Grobmotorik
    • Rumpfmobilisation
    • Kognitives Neurotraining (auch computergestützt)
    • Hirnleistungstraining (Förderung der Orientierung, Aufmerksamkeit, Konzentration, Gedächtnis, kognitiven Denkleistungen)
    • Berichte nach ICF (WHO)
Deutscher Verband der Ergotherapeuten